Pressestimmen

Gelungener Auftakt mit einem meisterhaften Ensemble

Mit dem Solisten-Ensemble Berlin feierte die Jubiläums-Konzertreihe Eckernförde ihren gelungenen Auftakt.
Braucht man professionelle Solisten.., um das "Dorfmusikantensextett" von Mozart aufzuführen ? - ja, unbedingt. Denn nur durch die absolute Beherrschung der Instrumente gelingt es den Künstlern, das von Mozart mit Augenzwinkern komponierte Werk so zu spielen, dass man... den Spaß an der Musik zusammen mit den Akteuren empfindet.So war es denn auch in Eckernförde. Das SEB mit Frank Forst, Andreas Grünkorn, Georg Pohle, Hartmut Rohde, Matthias Wollong und Johannes Zurl spielte voller kunstsinnigem Humor, Ironie und Witz, der beste Beweis für die Meisterschaft dieses Ensembles aus Berlin, das später von dessen Gründerin Birgitta Wollenwebr am fanatastisch klingenden Fazioli-Flügel ergänzt wurde...Mit wechselnden Besetzungen vom Trio bis Septett entführrten die sieben Könner aus Berlin mit hochkarätigem, inspiriertem Spiel in weniger Bekanntes... mit vielen musikalischen Andeutungen bei Stravinsky - Entdeckung des Abends: Jadassohns Klavierquartett. Das Werk zeichnet sich besonders durch seine Melodien und den kraftvoll feurigen 2.Satz aus. Man hätte es gerne zweimal gehört.                             Eckernförder Zeitung Reinhard Frank 15.10.07

Ensemble zeigt sich komisch und mutig

...das letzte Konzert in der Reihe der Altstadtkonzerte für diese Saison...Das Solisten-Ensemble Berlin ... imponierte vor allem im zweiten Part mit gewagten neoklassizistischen Kompositionen. Mozarts Divertimento in F-Dur in der Bearb. von Frank Forst für Klarinette, Fagott, Horn und Streichtrio sorgte zu Beginn des Abends für Heiterkeit. Nennt es sich doch im Titel "Dorfmusikantensextett" und wurde von Mozart 1787 in Wien als ein "musikalischer Spaß" verfaßt. Nicht ganz ohne Häme auf seine Kollegen gibt er sich als entschlossener, wenn auch wenig begabter Komponist aus und führt ihnen auf humorvolle Weise ihr fehlerhaftes Spiel vor. In dem 4-sätzigen Stück klappt es schon im Allegro mit den Harmonien nicht, bevor das Menuetto zu salonmäßiger Seichtheit abgleitet, die Soli kaum gräulicher falsch vertont werden könnten und die Streicher sich mittendrin beschimpfen. Die 6 Herren - Violinist Gernot Süßmuth, Bratschist Hartmut Rohde, Cellist Peter Hörr, Klarinettist Johannes Zurl, Fagottist Alexander Hase und Hornist Georg Pohle - hatten sichtlich ihre Gaudi. "Den dritten Satz, bitte", und schon wieder den Einsatz verschlafen bis zum Presto, das ordentlich aufs Tempo drückt und in einem höchst disharmonischen Finale gipfelt, weil jedes Instrument jetzt einfach seiner eigenen Wege geht.
In den anschließenden Märchenerzählungen op.132 von R.Schumann kam die Pianistin Birgitta Wollenweber hinzu. Sie besticht durch ihr Enfühlungsvermögen was Tempi und Tonlagen angeht. ...Mit Max Bruch in die Pause, um im Anschluß mit I.Stravinskys Septett von 1953 und Ernst v. Dohnányis Sextett in C-Dur op.37 den eigentlichen Höhepunkt zu erreichen. Hier konnte das Berliner Solisten-Ensemble seiner ganzen Virtuosität freien Lauf lassen, unterstrichen von einer bemerkenswert spielerischen Lust und Frische. Ging es in Stravinskys Passacaglia und Gigue stark kontrapunktisch mit ins Abgründige reichenden Partien zu, gab sich von Dohnányis Sextett auf der Grundlage eines traditionellen Kompositionsschematas in einem enorm klanglichen Ideenreichtum. ...
                                                                                                    Wangener Zeitung 3.4.07

Traumgespinste einer Seelenlandschaft

Ingolstadt. ...Jadassohn, heute fast völlig vergessen. ... Das Solisten-Ensemble Berlin widmete ihm einen Großteil des Programms. Damit hatte Jadassohn fünf glänzende Fürsprecher, die sich seinen Werken ernsthaft, konzentriert und durchdacht widmeten. ...Schon mit den ersten Tönen springt der Funke über...ein dramatisch bewegtes Geschehen beginnt....Das ist Kammermusik auf dem Niveau von Mendelssohn, Schumann oder dem frühen Brahms. Jadassohns Eigenständigkeit zeigt sich vor allem im Melodischen: Breit und gefühlig strömen sie dahin, die gesanglichen Linien, umschlingen sich zum innigen Tanz oder träumen einsam zu allzu üppiger Begleitung. ...Der Reichtum dieser Musik lädt ein zum Schwelgen, auch die Interpreten Matthias Wollong und Michael Sanderling, in motivischen Geflechten eher feinzeichnend, greifen hier gerne auch zu breiteren Pinseln, und Birgitta Wollenweber, die mit ausgezeichnetem Gespür für den Gesamtklang des Ensembles spielt, langt auch mal tief in den Farbtopf. So krönt das Klavierquintett g-moll op.126 den Konzertabend mit einem grandiosen Gemälde voller Pathos, pittoresker Originalität und leidenschatlichem Schwung.
Jadassohn bietet spannende und herzerwärmende Musik...Robert Schumann geht aber etwas tiefer. Das zeigte sich schon am "Adagio und Allegro" für Klavier und Viola, das Hartmut Rohde und Birgitta Wollenweber mit einer unglaublichen Eloquenz gestalteten. Selbst ein so populäres Werk wie das Es-Dur Klavierquintett offenbarte sich wie neu entdeckt. Kein Detail fiel dem Schwung des ersten Satzes zum Opfer, mit hellwacher Beweglichkeit reagierten die Berliner Solisten aufeinander, jeder hatte Eigenständiges zu sagen und  fügte sich doch in ein Ganzes. Die dunkle und eigenartig spröde Lyrik des Andante hört man sonst kaum so erschütternd, eine karge, raue Seelenlandschaft, durchweht von rissigen Traumgespinsten. Schroff und gespannt bis zum Äußersten entfesselte sich das Finale. Das "Romantische" dieses Werkes bekam eine Brisanz zurück, die in der Repertoire-Pflege meist verloren geht. Die Zeit verging dabei wie im Flug: Ist die Ernste Musik nicht doch die unterhaltsamste ?                                                                                      Donaukurier 6.12.06  J. Handstein


Konzertring Aalen / Brillantes Solisten-Ensemble Berlin - Lustvolle Spielfreude

"Das war toll" schwärmt eine Besucherin...In den glücklichen Gesichtszügen noch den Widerschein vom funkelnden Glanz des Finales aus Thuilles Sextett für Bläserquintett und Klavier. Diesem hör-und sichtbaren Kommentar ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen....Nur selten erlebt man so frisches Musikantentum. Von der Bearbeitung des intimen, von innen leuchtenden Klavierkonzerts G-Dur KV 453 für Sextett (Bearb.Christian Hommel) von Mozart - eine Kostbarkeit - bis hin zum erwähnten Thuille durchschritten die sechs Musici die Partituren mit einer lustvollen unbekümmerten Spielfreude. Sie offenbarten dabei zwei Tugenden: erstens stellten sie ihre solistische Virtuosität in den Dienst des Ganzen. Zweitens brachten sie mit leichter Hand den Frohsinn ebenso zum Ausdruck wie sie die gedanklichen Tiefen ausloteten. Beispielhaft im meisterhaft kolorierten Mozart-Andante mit brillant inszenierter Dynamik und dem sich als klanglicher emotionaler Kontrast gleich anschließenden Poulenc-Sextett mit seinem jähen schneidenden Auftakt. Bis eine souverän ausgesungene Kantilene des Fagotts von Frank Forst alle Aufgeregtheit sediert. Bravourös stimmen...die das Rückgrat der Truppe bildende Birgitta Wollenweber, Christina Fassbender, Matthias Bäcker, Martin Spangenberg und Georg Pohle diesen an-und abschwellenden Bocksgesang an, meistern die Partitur ohne den geringsten Wackler, stürzen sich mit Verve in die Dissonanzen und bauen mit größter Selbstverständlichkeit einen Spannungsbogen zwischen den dynamischen Extremen. ...Thuille, in dessen Larghetto Frank Forst als Stimmführer nochmls mit seinem geschmeidigen, runden Ton glänzen darf. Mozarts "Ah !Vous dirai-je maman" in der Bearbeitung von Hacquard. Das Trio traf in den Miniaturen genau den kapriziös-verspielten Ton, der den Geist, der im Liedtext beschriebenen seligen Niederlage im Liebeskampf widerspiegelt.
Das charmante Sextett hielt es am Ende des zweistündigen Konzertes mit der in Liebesdingen bewährten Regel: man genießt - den verdient reichen Beifall des wie immer mit Kennerschaft lauschenden Konzertring-Publikums - und schweigt. Sie hatten mit ihren Instrumenten ja auch alles gesagt.
                                       
Schwäbische Zeitung 19.10.06 W. Nussbaumer


Einheit mit gemeinsamem Impuls - Solisten-Ensemble Berlin überzeugte in Northeim

Bläserkammermusik mit Klavier, gespielt von einem hervorragenden Ensemble...Mit Birgitta Wollenweber musizierten Bäcker, Oboe,Spangenberg, Klarinette, Forst, Fagott und Pohle, Horn. Fünf Musiker von solistischem Rang - im Zusammnspiel verschmolzen sie zu einer Einheit und gehorchten einem gemeinsamen Impuls. Besonders auffällig war das beim Klavier, das seine tragende Rolle wahrnahm, ohne klanglich zu dominieren. Mozarts Klavierquintett...Züge eines Klavierkonzertes, hier aber rein kammermusikalisch gestaltet. ..ausgeglichen im Dialog der Instrumente. Makelloser Ansatz im Stück von Franz Strauss: Nocturno für Horn und Klavier...Erfrischend wirkte das rhythmusbetonte, auch Dissonanzen nicht scheuende "A tour d'anches" für Klavier, Oboe, Klarinette und Fagott von Florent Schmitt. Mit Schwung vorgetragen, geistreich und witzig, parodierend ....                 
                                         
Northeimer Neueste Nachrichten 11.1.06 E. Winterberg


Elegante Kurven - Das Solisten-Ensemble Berlin im Beethovensaal in Hannover

"Ein musikalischer Spaß" notierte Mozart in seinem Werkverzeichnis. Sein Sextett nimmt mit unsinnigen Melodiewendungen, simpelsten Akkordfolgen und dem durch mehrere Tonarten verursachten kakophonen Schluß kompositorische Unbeholfenheit aufs Korn. Dieser Spaß leitete das Konzert der Kammermusik-Gemeinde Hannover ein und bescherte pures Vergnügen. Das SEB musizierte Mozarts Persiflage nicht in der Origialbesetzung für 2 hr und 4 str, sondern in einer ihnen maßgeschneiderten Instrumentierung für cl, fg, hr, vl, va, vc. Die partiturgerechten Fehlgriffe wurden so koloriert und theatralisch gewürzt.
Mehrfarbigkeit in wechselnden Besetzungen und Wendigkeit im Umgang mit unterschiedlichen Stilen sind Markenzeichen des von Pianistin Birgitta Wollenweber geleiteten SEB. Während Max Bruchs Triostücke von romantischer Liedempfindung zehrten, gaben sich Schumanns "Märchenerzählungen" sperriger. Dieses Trio wurde in den Ecksätze "sehr markiert" und im ruhigen Mittelsatz "mit zartem Ausdruck" musiziert, also so, wie es der Komponist vorgeschrieben hatte.
Im zwischen Wiener Walzer und Broadwaytönen wechselnden Sextett von Dohnányi trumpfte das Ensemble als fülliger wirkendes Kammerorchester auf. Höhepunkt in jeder Hinsicht war aber Stravinskys Septett, durch dessen rhythmische Finesse die sieben Musiker elegant und präzise kurvten. Sie servierten Stravinskys neobarocke Fugenkünste mit einem Augenzwinkern.                
Hannoversche Allgemeine Zeitung 9.12.05 Ludolf Baucke


Falsche Noten, aber richtig Mozart

Kempen  Mit Banalitäten und falschen Noten begann in der Kempener Paterskirche das Konzert des "Solisten-Ensembles Berlin". Aber was sonst Anlass zu wütenden Protesten wäre, das war hier sanktioniert durch einen großen Namen, der sich "einen musikalischen Spaß" leistete: Kein Geringerer als Mozart ...die vier Sätze enthalten zwar auch falsche Noten, wie sie einer Kirmeskapelle unterlaufen, aber sie sind vor allem eine sich steigernde grimmige Karrikatur musikalischer Floskelhaftigkeit und Leere. Die kommt natürlich umso wirkungsvoller heraus, wenn...ein so hochrangiges Ensemble mit Mark Gothoni, Hartmut Rohde,Michael Sanderling, Martin Spangenberg, Fran Forst und Georg Pohle mit instrumentaler Brillanz ihren Spaß an Mozarts Spaß vorführen.
Bei den folgenden Programmpunkten trat zur jeweils wechselnden Besetzung Birgitta Wollenweber ...als vorzügliche Pianistin wohlbekannt. In Schumanns späten "Märchenerzählungen" bildete sie mit Klarinette und Viola eine gerade in der Verschiedenheit der Instrumente überzeugende musikalische Einheit. Drei aus den "Acht Stücken op.83" von Bruch führte cl, fg und p zuammen. Über eine gewisse Eintönigkeit der Kompositon half neben den feinen Schattierungen der Klarinette auch das Fagott hinweg, das hier endlich einmal aus seinem Schattendasein heraustreten durfte.
Sicher auf Anhieb in seiner konzentrierten Bauart schwer zu hören: Stravinskys nun auch schon über 50 Jahre alter Einstieg in die serielle Maisk, das Septett für je drei Bläser, Streicher und Klavier. Die Sieben spielen so, wie es sich der Meister wohl gewünscht hätte: mit größter Klarheit der Artikulation und peinlicher Genauigkeit der rhythmischen Werte.
Eine andere Welt war das nur 17 Jahre ältere Sextett von Dohnányi: harmonisch weit ausgreifend mit weitgespannten Melodiebögen und viefältiger Kombination der Instrumente. Im Intermezzo verbindet sich exquisite Harmonik mit rhythmischer Eindringlichkeit. Von sicherer Wirkung der Finalstz: ein ungarisch gepfeffertes Thema, unterbrochen von Walzerklängen. Die Berliner genossen es zusammen mit den begeisterten Zuhörern.
                                                                          
Rheinische Post 6.12.05 W.Damm

Furioser Auftakt bei den Hauskonzerten
Bonn. Kammermusik mit Birgitta Wollenweber im Schumannhaus

Vor voll besetzten Reihen eröffneten Martin Spangenberg (Klarinette), Frank Forst (Fagott) und Birgitta Wollenweber (Klavier) die neue Saison. Furioser hätte der Auftakt kaum gelingen können: das einleitende Presto des eigentlich für Klarinette, Bassetthorn und Klavier geschriebenen Konzertstücks Nr.2 d-moll op.114, mit welchem Mendelssohn der Beweglichkeit und Kantabilität des Holzes wunderbaren Ausdruck zu verleihen verstand, wurde derart impulsiv angegangen, daß es einem schier den Atem verschlagen wollte.
Bei den drei Fantasiestücken Schumanns für Klarinette und Klavier kam ein wenig der Genius loci ins Spiel...Mit Hurlstons launigem Trio für Klarinette, Fagott und Klavier trotzen die Musiker überzeugend dem bösen Wort, die Angelsachsen seien nach Purcell ein "Volk ohne Musik", wiewohl das Andante dann doch ein wenig - à la mode - nach Brahms klang. Glinkas Trio pathétique atmete die lichte Frische eines Mendelssohn'schen Italien. Mit Poulencs lakonischer Sonata für Klarinette und Fagott war dann unmißverständlich das 20. Jahrhundert erreicht: Das in allen Sätzen geforderte "très" wurde dabei doch eher ein wenig zu moderat umgesetzt. Zum Finale gab's mit Villa-Lobos temperamentvoller, bisweilen jedoch das Profane deutlich streifender "Fantaisie concertante" endlich ein Beispiel für die mögliche Autonomie aller drei Instrumente. Für den Applaus bedankten sich die Musiker mit dem Presto aus Mendelssohns f-moll Konzertstück.         
  Bonner Generalanzeiger 21.10.05  F.Herzog
                                                                                                                    

Das Solisten-Ensemble Berlin im kleinen Zyklus
Villingen- Schwenningen . Gelungene Balance. Auch Solisten können wunderbar als Ensemble wirken

Ein hochinteressantes Ensemble ist es allemal, das "Solisten-Ensemble Berlin"...Von der Solo- über die Duoliteratur bis hin zu großen Formationen decken die Musiker ein breites Feld kammermusikalischer Möglichkeiten ab. Ein Ensemble, das gerade auch aufgrund seiner vielseitig variablen Besetzungen über ein großes Repertoire an  unterschiedlichsten musikalischen Werken verfügt und damit über die Möglichkeiten reiner Streich- oder Bläserensembles hinausgeht.
Am vergangenen Freitagabend war das Solisten-Ensemble Berlin als Bläserquintett im Rahmen des kleinen Zyklus' der Meisterkonzerte im Villinger Franziskaner- Konzerthaus mit einem abwechslungsreichen, spannenden Programm zu Gast. Max Bruch...  melodienreiche, gesangliche und rhythmisch ausdrucksstarke Musik, die ein breites klangmalerisches Spektrum beinhaltet: vom getragenen elegischen Anfang ...über drängend, schwelgerische Bewegtheit...bis zum sehnsuchtsvollen Abschluss... präsentierten sich Martin Spangenberg (Klarinette), Frank Forst (Fagott) und Birgitta Wollenweber, (Klavier) gleich zu Beginn als sensibel aufeinander eingestimmtes Trio.
W.A. Mozarts Klavierquintett zeichnet sich durch seine außerordentlich gelungene kammermusikalische Balance zwischen den farbenfrohen Bläserstimmen und dem gleichwertig zur Seite gestellten Klavier aus - wie gemacht für dieses sensibel interagierende, hochmusikalische und spielfreudige Ensemble.
...Carl Stamitz. Sein äußerst unterhaltsames Quartett ... besticht durch seinen frischen, fröhlichen Grundton, den die vier Bläser ausgezeichnet zu treffen verstanden. Das Quintett Es-Dur op.44 komponierte Robert Schumann ursprünglich für zwei Violinen, Viola und Violoncello, wobei die klangliche Mitwirkung des zeitweise opulent eingesetzten Klaviers geradezu sinfonische Züge verleiht. Die Bearbeitung für Bläser von Christian Hommel mag für Puristen einen Grenzgang darstellen, aber durch den sehr feurigen, zeitweise wuchtigen Grundcharakter von Schumanns Musik erscheint gerade die Umsetzung durch das Solisten-Ensemble dem Liebhaber eines dramatisch-zupackenden Gestus' als durchaus schlüssig.
Auf durchgängig hohem Niveau musizierten die Mitglieder des Solisten-Ensembles. Hervorragend aufeinander eingespielte Bläser mit ausgezeichneter Klanghomogenität ... sowie die feinfühlige, aber stets souverän präsente Pianistin ...bewiesen, dass auch Solisten aufs hervorragendste als Ensemble wirken können  -  zurecht vom Publikum mit begeistertem Applaus belohnt.                                                                               Südwest-Presse  14.2.05 
                                                                                                                                                        
Solisten-Ensemble Berlin gestaltet drittes Meisterkonzert - Ungewöhnliche Arrangements

..."Acht Stücke op.83 komponierte Max Bruch 1910 für Klarinette, Bratsche und Klavier. Wir hörten daraus drei Stücke in einer Fassung, in welcher das Streichinstrument durch Fagott ersetzt war. Martin Spangenberg und Frank Forst erwiesen sich sogleich als hervorragende Bläser mit edlem Ton, besonders der A-Klarinette. Sie interpretierten die romantischen Moll-Stücke im Stil Schumanns zurückhaltend-nachdenklich und hatten in Birgitta Wollenweber eine einfühlsame Klavierbegleiterin; die quirligen Triolen des zweiten Stücks waren für sie ebenso problemlos wie die ausdrucksvolle Einleitung des "Nachtgesangs", bei dem Martin Spangenberg zur B-Klarinette griff...  Alle fünf Musiker vereinten sich danach in einem prächtigen Kammermusikwerk von W.A. Mozart (1784), dem "Quintett Es-Dur" für Bläser und Klavier (KV 452). An der vitalen Wiedergabe unter der dezenten Führung Matthias Bäckers Oboe muss man wirklich alles loben: Die Spannung der langsamen Einleitung, das perfekte Zusammenspiel, den homogenen Gesamtklang mit einer vorbildlichen Integration des Hornisten Georg Pohle, die nahtlose Verschmelzung melodischer Strukturen. Das "Larghetto" war eine Romanze ohne sentimentale "Drücker", im Finale begeisterten die perlenden Läufe der Pianistin, wie überhaupt der anspruchsvolle Klavierpart Birgitta Wollenwebers an Mozarts virtuose Klavierkonzerte gemahnte, die zur gleichen Zeit in Wien entstanden. Es gab begeisterten Applaus !!
...eines der ungemein musikantischen Bläserquartette von Carl Stamitz. Die Musiker verstanden sich traumhaft und demonstrierten im "Quartett Es-Dur" (op.8/2) gelöste Spielfreude. Virtuos war auch hier der Hornpart, so dass absolute Gleichberechtigung unter den Instrumentalisten herrschte. Schumanns Klavierquintett in der Bearbeitung für Bläser...Der unangetastete Klavierpart wurde von Birgitta Wollenweber wiederum mustergültig, erforderlichenfalls auch recht virtuos, gestaltet. Der Schlussbeifall für das perfekte Musizieren des Ensembles veranlasste dieses zu einer...Zugabe.                                                                                                   Südkurier 15.02.05
                                                                                                                                                                 
Französisches Finale mit Geist und Witz - Trio im Beethoven-Haus Bonn

In der Reihe "Kammerkonzerte" des Beethoven-Hauses war eine nicht ganz alltägliche Trio-Kombination zu erleben: Klarinette, Viola und Klavier. Die drei Berliner Hochschulprofessoren Francois Benda, Klarinette, Hartmut Rohe Viola und Birgitta Wollenweber, Klavier sind nicht nur hochkarätige, international gefragte Solisten, sondern auch renommierte, engagiert-neugierige Kammermusiker. Sie hatten dem Bonner Publikum ein sehr schönes Programm mitgebracht, an dem sie eindrücklich bewiesen, wie gut sie in Klanggebung, Dynamik, Agogik und Phrasierung aufeinander eingestellt sind.
Schumanns "Märchenerzählungen", Sätze zwei und vier..recht markig, sehr fein abgetönt dafür der zart-ruhige langsame Satz. ...Mozarts schlichtweg bezauberndes, charmantes und souverän durchdachtes Es-Dur-Trio ("Kegelstatt"). Hier konnten sich die drei Instrumente in ihrer melodischen Linienführung einem feinsinnigen Mit- und Nacheinander besonders sprechend entfalten. Starke Klang- und Ausdrucksintensitäten dann bei drei Stücken aus op.83 von Bruch, die in ihrem sehr reizvollen romantischen Zuschnitt gelegentlich an Brahms erinnerten. Einen ganz prächtigen Abschluß fand der Abend in einem aparten musikantisch witzigen und geistreich spritzigen, durch und durch französischen, dabei jedoch kaum modern anmutenden Trio von Francaix. Die inspirierte Darstellungsweise erzielte besonders viel Beifall, was nicht verwunderte. Als ruhevolle Zugabe danach eine ganz subtil dargebotene Brahms-Bearbeitung des ersten der beiden Lieder für Altstimme, Viola und Klavier.
                              Generalanzeiger Bonn 27.1.05  B. Kaempfert-Weitbrecht
                                                                                                                                                                                
Kammerkonzert der Extraklasse in Schloss Miel
Birgitta Wollenweber mit dem SolistenEnsemble Berlin begeisterten die Musikliebhaber
...der Schlußbeifall mit "standing ovations" bewies auch dem Veranstalter, dass er hier eine glückliche Auswahl getroffen hatte.                    WT 28.01.05
                                                                                                                                                                                
 
Eine musikalische Reise von Ost nach West
Der von positiven Kritiken begleitete Siegeszug, der das Ensemble bereits durch Konzertsäle in ganz Deutschland geführt hat, machte Station in Miel...die Musiker wurden dem Ruf des SEB gerecht: in feiner Abstimmung aufeinander interpretierten die Künstler ihr Programm gefühlvoll im Ausdruck und klar im Zusammenspiel. Besonders die Pianistin verstand es, mit sanftem Anschlag ihren Partner genügend Raum für leise Töne einzuräumen oder mit Kaft als Solistin zu glänzen.                                            Bonner Generalanzeiger 28.1.05 bb
                                                                                                                                        

Dem Vergessen entreißen / Solisten-Ensemble Berlin spielte Werke des jüdischen Komponisten Salomon Jadassohn
Kammermusik ist das Kernstück kompositorischen Wirkens, mit ihr teilen ihre Schöpfer dem Publikum ihre innersten Gedanken mit. Musikalische Offenbarungen, die sich dem Zuhörer dann erschließen, wenn Interpreten von Weltklasse agieren, wie das Solisten-Ensemble Berlin in der Kehler Stadthalle. Den Musikern Birgitta Wollenweber (Klavier), Matthias Wollong (Violine), Hartmut Rohde (Viola) und Michael Sanderling (Violoncello) gelang es mit ihrer musikalischen Hommage an Salomon Jadassohn, den weitgehend in Vergessenheit geratenen Komponisten beispielhaft wieder ins Bewusstsein zu rücken. Ein bedauerlicher Verlust :.... denn dieser kann im gleichen Atemzug mit einem Gustav Mahler oder einem Robert Schumann genannt werden. ...Jadassohn sah sich seinerzeit unter anderem den Vorwürfen der "Trockenheit und Fantasielosigkeit" gestellt - ein pseudoästhetisches Verdikt, wie das Berliner Musikerquartett eindrucksvoll mit zwei hochromantischen Stücken widerlegen konnte....Jadassohns Werke heben sich in ihrer kraftvollen Rhetorik, formalen Solidität und reich schattierten Moll-Harmonik durch einen eigenständigen Ton hervor. Die Berliner Solisten setzen all dies bei ihrer Interpretation hervorragend um. Was hätte man sich hier besser vorstellen können ?
Klangliche Präzision : Die vier Musiker spielten als Ensemble vollkommen, mag einem dieses abgenutzte Wort auch noch so schwer über die Lippen gehen. Das Quartett zeigte bei seinem überwiegenden Allegro-Spiel eine enorme klangliche Präsenz und Modulationsfähigkeit. Die klangliche Wärme und Tiefe zog sich wie ein roter Faden durchs Programm, immer wieder überraschten die Musiker mit tonlicher Frische und enormer klanglicher Geschmeidigkeit. Doch trotz der ausgeprägten Persönlichkeiten war von eitler Selbstdarstellung nichts zu spüren, vielmehr das Bemühen um eine Sache - das hat man gehört. Nicht viele werden zuvor eine derart überwältigende Wiedergabe im Zedernsaal gehört haben, wie der langanhaltende Beifall zum Schluß ahnen ließ.
Bereits in der Vergangenheit hatte sich Birgitta Wollenweber, Professorin für Klavier und Kammermusik, einen Namen auch damit gemacht, daß sie unbekannte Werke dem Vergessen entriß.                            
                                      Mittelbadische Presse / Das Orchester 6/04 Oscar Sala

Formbewusst, aber nicht akademisch / "Solisten-Ensemble Berlin" verneigte sich vor dem vergessenen Komponisten Jadassohn
Es gab einen stürmenden und drängenden 16-jährigen Gustav Mahler, das Klavierquartett a-Moll...es gab dreimal Schumann, kurze Duostücke, immer Klavier plus...Das brachte die Farben der Streichinstrumente schön vors Publikum, und es zeigte,...wie natürlich Schumann selbst bei so hochvirtuosen Werken wie "Märchenbilder" für Viola und Klavier tiefes Gefühl schafft. Im Mittelpunkt des Kammermusikabends stand jedoch ein Unbekannnter:
Salomon Jadassohn....Auch wenn er sich streng an die Form bindet, ein Akademiker ist er nicht... 
Das Solisten-Ensemble Berlin spielt auf ungemein hohem Niveau, makellos...
                                                                             
Badische Zeitung Offenburg